Fotografie-Blog-Bühne

Ich bin durch den Blog von Michael Omori Kirchner auf seine Aktion „Fotografie-Blog-Bühne“ aufmerksam geworden. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Sammlung von interessanten deutschsprachigen Fotoblogs. Ich finde die Idee richtig gut und beteilige mich daher gerne. Nachfolgend erhaltet Ihr also eine kleine Zusammenfassung über meinen Blog, entlanghangelnd an den Fragen der Fotografie-Blog-Bühne.

Ich habe mit dem bloggen 2006 begonnen. 2012 habe ich dann einen Blog-Neustart gemacht und konzentriere mich seitdem auf den Bereich Fotografie.

Mir macht es Spaß, Wissen und Bilder zu teilen. Zudem hilft das bloggen auch, mir selber nochmal Gedanken zu speziellen Themen zu machen. Insofern möchte ich für die Zukunft den Anteil an Hintergrundwissen im Blog steigern und regelmäßiger posten.

Ich bin grundsätzlich sehr offen, was die Auswahl meiner fotografischen Themen angeht. Besonders wohlfühlen tue ich mich aber in den Bereichen Hochzeit und Event, Kinder- und Familie sowie Architektur.

Neben der totalen Faszination, mit mehr oder weniger technischen Hilfsmitteln Abbilder der Realität schaffen zu können, die von sehr real bis völlig abstrakt daherkommen, ist Fotografie für mich reine Leidenschaft. Diese reicht von dieser meditativen Ruhe, die ich bei den (mittlerweile leider recht seltenen) Arbeiten in der analogen Dunkelkammer verspüre bis hin zu der Freude in den Augen eines glücklich und zufriedenen Hochzeitspaares, das seine Fotos anschaut. Ebenso reizt mich an der Fotografie das Zusammenspiel von Kreativität und Technik.

Ich schaue mir sehr gerne Bilder von bekannten und weniger bekannten Fotografen an. Dabei dienen mir diese insbesondere auch unterbewusst als Inspiration. Ich denke von jedem Bild, das man sich länger ansieht, weil es einen fasziniert, bleibt eine Essenz im Kopf, die man bei Bedarf mehr oder weniger unbewusst in die eigene Arbeit mit einfließen lässt. Direkte Vorbilder habe ich dabei nicht.

Ich finde, selbst vor der eigenen Haustür und in naher Umgebung gibt es genug Motive und Geschichten für lange Zeit. Aber eine Reise quer durch England und Schottland von Süd nach Nord würde mich schon reizen…

Ich denke, das die Begeisterung für Fotografie von innen heraus kommt. Dies muss jeder für sich selbst spüren und entwickeln oder auch nicht. Anregend könnte dabei aber z.B. ein Besuch in der Dunkelkammer oder eine gemeinsame Fototour mit festem Thema und guter motivierender Begleitung und Einführung sein. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass z.B. das einfache zeigen von Fotos, die mit der „Hightech-Kamera iPhone4“ gemacht wurden viel Begeisterung auslösen können: „Waaas, das geht mit ’nem Smartphone. Das muss ich auch mal probieren.“

Allererste Eindrücke zur Fuji X-T1

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Nach meiner grundsätzlichen Freude und dem Spaß, den mir die X-E1 bisher gemacht hat, war ich von der Ankündigung der X-T1 noch viel mehr erfreut. Vom Papier her klang es so, als hätte jemand all meine Gedanken gelesen und die Kamera nach meinen Wünschen weiterentwickelt. Daher bin ich nicht drum herumgekommen, mir ein eigenes Bild von der Kamera zu machen. Da ich Sie erst seit wenigen Tagen teste, ist dies ein wirklich spontanes Feedback der ersten Eindrücke.

PROS:

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand. Sie ist kleiner als man denkt, aber griffiger als die X-E1. Während ich den EVF (elektronischer Sucher) der X-E1 als nicht wirklich brauchbar ansehe und immer den Bildschirm nutze, so ist der EVF in der X-T1 wirklich gut. Zum einen ist er riesig. Er ist sogar noch grösser als in meiner Vollformat D700. Dabei ist er sehr hoch aufgelöst und hat keine spürbare Verzögerung. Ich mag zudem die mittige Anordnung am Kameragehäuse. Der OVF ( optischer Sucher) der D700 ist schon noch anders und vom Gefühl her noch etwas besser, weil es eben ein physikalisches Abbild auf einer Mattscheibe ist. Ich glaube aber, hier spielt auch die Gewöhnung eine große Rolle. Spätestens wenn man den Splitview einschaltet ist die Begeisterung wirklich groß. Hier kann das Sucherbild sowohl das Gesamtbild, als auch einen kleinen 100% Ausschnitt zum Fokussieren darstellen.

Der Autofokus ist jetzt wirklich gut und ähnlich dem der D700. (Den ich als selber als sehr gut empfinde.) Einzig den prädikativen AF-C Modus habe ich noch nicht ganz unter Kontrolle gebracht. Dazu folgen später nochmal mehr Details. Ansonsten ist auch bei sehr wenig Licht ein schnelles und gutes Fokussieren möglich.

Die Bedienung ist duch das zusätzliche manuelle ISO-Wahlrad und 6 frei belegbare Tasten nochmals besser geworden. Mit fällt hier ehrlich gesagt nicht viel ein, was man an der Bedienung noch verbessern könnte.

Die Fernbedienung per WiFi über das Smartphone mit Liveview und Touchbedienung und Touchfocus funktioniert super. Ob ich es viel brauchen werde, wird die Zukunft zeigen ;-).

Sonstige PROS, die mir aufgefallen sind:

– Display klappbar

– 8 Bilder / Sekunde in RAW

– Spritzwassergeschützt und aus Magnesium (Stabil/wertig)

– Tiefenschärfeanzeige auf der Bildschirm-Focusskala

CONS:

– Das Steuerkreuz ist nach meinem Gefühl etwas zu klein bzw. die Tasten zu tief. Hier muss ich mich etwas „einfummeln“.

– Akkulaufzeit (Insbesondere im Vergleich zur D700, die hier der absolute Hammer ist.)

Erstes Fazit:

Nachdem mich von der ersten Idee her die Nikon Df sehr angesprochen hat, so enttäuscht war ich letztendlich von Ihr. Die ist mein ganz subjektiver Eindruck und ein ungleicher vergleich. Aber für mich ist die X-T1 in nahezu allen Belangen die bessere Df. Das Teil-Retro-Konzept ist moderner, die Digitaltechnik und Bedienung sehr gut mit den manuellen Bedienelementen kombiniert. Der Sensor ist bekanntermaßen über sehr sehr viele Zweifel erhaben. Der Preis ist angemessen. Und die Kamera ist klein und leicht. Einzig der Look zwischen Vollformat und ASP-C ist unterschiedlich. Ich bin mir aber selber noch nicht sicher, wir relevant groß dieser Unterschied wirklich ist. Da bin ich noch am probieren und werde ggf. einige Vergleiche posten.

Ich konnte es mir bei der X-E1 nicht vorstellen, aber die X-T1 bringt mich dem Gedanken näher, daß ich ggf. auf die DSLR komplett verzichten kann. Aber dies wird erst die nächste Zeit zeigen.