Colorkey! – oder lieber doch nicht?

hhals02Ich bin überhaupt kein Freund des häufigen Gebrauchs von Color Keying. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter, einem Bild die Farbe zu entziehen und dann nur eine Hauptfarbe als „Schlüsselfarbe zu erhalten“. Die zwei berühmtesten Beispiele sind wohl das gelbe Taxi in New York sowie der rote Doppeldecker in London.

Ich hatte mich selber bisher nie dazu genötigt gefühlt, bis mich ein Kunde um ein Colorkey-Bild bat. Es ist dann das obige Bild geworden. Und ich muss zugeben, mit diesem etwas dezenteren Ansatz finde ich es auch gut. Dabei schlägt es natürlich in das gleiche Klischee: was für den New Yorker das gelbe Taxi ist, ist halt für den Hamburger ein grünes Kuperfach ;-).

Ich habe es letztendlich als Triptychon auf Leinwand ca. 150x90cm produziert.

Kinder, Kinder – Kinderfotografie

Kinder zu fotografieren ist einfach toll. Sie verstellen sich nicht und wenn doch, ist auch das „echt“. Kinder nörgeln nicht, wie blöd Sie auf dem Foto aussehen, sondern sind fansziniert. Und weil Kinder an sich eine der tollsten, faszinierendsten und aufregendsten Teile des Lebens sind reichen Sie aus, um ein Foto auszufüllen und vollständig zu beleben. Es bedarf keiner Dekoration, keiner Requisite oder Verkleidung.

Ich habe eine Gallerie eingerichtet mit einigen Beispielen, die fast alle eben ohne „Zubehör“ auskommen. Leider ist das bei den Kleinen mit den Persönlichkeitsrechten so eine Sache und viele Eltern möchten Ihr Kind nicht im Internet sehen. Daher kann ich viele wirklich schöne Bilder nicht zeigen. Dafür freue mich aber umso mehr über die nachfolgend freigegebenen.

Solltet Ihr selber Kinder haben oder Eure Kita/Schule/Verein Interesse haben, so bin Ich immer offen für Fotoprojekte.

Stadtansichten

Hamburg Alster Schwan

Ich hatte mir für den 3. Oktober vorgenommen einfach mal ein paar ganz „normale“ Bilder von Hamburg zu machen. Sowohl ganz klassisch die Binnenalser, als auch die etwas neueren Ecken in der Hafencity, die noch nicht so durchgekaut sind.

Als sich dann am Morgen eben dieses 3. Oktober das Wetter so richtig schön hamburgisch mit einer Mischung aus Schauern, Niesel und grauem Himmel zeigte, war ich zwar etwas unmotiviert, bin aber dennoch losgezogen. Und ich denke gerade dieses „Nichtpostkartenwetter“ macht dann wieder den gewissen Unterschied, weil man sich noch mehr auf Bildkompositionen stürzen muss als zu hoffen, dass ein schöner Himmel das schon richten wird.

Insofern bin ich mit der Ausbeute von dem Ausflug zufrieden, insbesondere mit dem Bild von den Alsterakarden, daß durch die Möven und Schwäne eine ganz eigene Dynamik bekommt.

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Naturfotografie auf dem Darß

Wir waren ein paar Tage auf dem Darß. Neben viel Spaß mit den Kindern und Großeltern ist auch das eine oder andere Foto entstanden.

Neben ein wenig Glück zur richtgen Zeit am richtigen Ort zu sein (der Fuchs hat dann direkt auch noch eine Maus gefangen und erlegt … ) lohnt es doch immer wieder, sich morgens früh aus dem Bett zu quälen.

My first T-Shirt

T-Shirt

Mal was etwas anderes.

Durch eine Verkettung von Ereignissen bin ich an eine Nähmaschine gelangt. Diese kann insbesondere zwei Dinge, nähen … und sticken. Mich, als sowohl Kreativität und genauso Technik liebender Mensch, fasziniert so eine Maschine, in die ich einen USB-Stick stopfen kann, doch ungemein. Aber der Reihe nach.

Über das mehr oder weniger geschickte Zerlegen von Bildern in Flächen kann man ein Foto in eine Vektorgrafik verwandeln. Diese kann dann wiederum in das Format gewandelt werden, das die Nähmaschine mag. Nach einigen Erstversuchen, in welchen Reihenfolgen welche Flächen mit welchen Stichen in welchen Farben und in welchen Richtungen auf den Stoff kommen sollen nähere ich mich den ersten Erfolgen an. Anbei eines der ersten Motive.

Original …

Katze

und Stickvariante …

Katze gestickt

Heute habe ich mich dann auch mal an die erste „produktive“ Arbeit gewagt (Musste erst mal Stoff ordern. Kaledonischer Tweed 😉 ). Entstanden ist ein T-Shirt für Oskar. Es besitzt noch eine gewisse kreative Windschiefe, die sich beim direkten Engelschen leaning-by-doing eben so ergibt. Aber ich bin sicher, Oskar wird das völlig egal sein 🙂 .

minimale Fotografie mit dem iPhone

Ich weiß, es liegt im Trend aber bei mir ist es mitunter auch aus der „Not“ heraus geboren. Mit nun zwei Kindern, Arbeit und allem was dazugehört ist die Motivations- und Transportkapazität für eine große Kameraausrüstung bei mir momentan öfter mal überschritten. Als seit Jahren überzeugter Handyimmerdabeihaber komme ich jedoch immer mehr auf den Geschmack der Fotografie mit dem iPhone.

Zugegebenermaßen muss man sich an die „Technik“ erstmal gewöhnen. Kleiner Sensor (das ist wohl stark übertrieben, der ist winzig), fast nichts einzustellen, nur jpegs und kein richtiger Auslöser. Dazu tiefenschärfe bis zum umfallen und natürlich Festbrennweite.

Aber nach nun einigen tausen Bildern habe ich mich eingeschossen und fotografiere mittlerweile öfter gerne und freiwillig mit dem iPhone. Für mich besonders positiv aufgefallen sind bisher die kleine größe der „Kamera“. Die passt immer überall hin und erlaubt auch Perspektiven, die mit großen DSLR einfach nicht mehr möglich sind. Die Makrofähigkeiten sind gut. Mit einer guten Kamera-App wie z.B. Camera+ sind auch in Sachen Belichtung, Schärfe und Weißabgleich diverse Spielereien möglich. Zudem ist der Datenfluss über den Fotostream und die direkte Bearbeitung der Bilder mit Snapseed nicht wirklich unspannend.

Neben dem für mich auch immer wieder interessanten Rauschen, daß durch den keinen Sensor entsteht und eine gewisse Anmutung an das Filmkorn weckt bin ich doch auch über die Schärfeleistung des Systems beeindruckt. Als Beispiel sei die Fliege von oben genannt.

Wichtigster Punkt für mich ist aber, daß es einfach eine neue Herausforderung ist, aus diesem kleinen blöden Handy irgendwie vernünftige Fotos herauszukitzeln. Es ist dann wieder diese Faszination bekannte Dinge immer wieder neu zu entdecken.

Von den Vor- und Nachteilen der Fotografie bei Kälte- Hafen Hamburg

Mit der Motivation der Hoffnung auf eine gute Fotostimmung habe ich mich am Sonntag morgen um halb sechs bei -13°C auf den Weg an die Elbe gamacht. Da ich nicht wusste, was mich so genau erwartet habe ich den grossen Fotorucksack mit Brennweiten für alle Fälle eingapackt + Stativ, da es ja noch dunkel war.

Ich selber habe mich in dicke Klamotten gehüllt, um die langen Standzeiten zu ertragen. Besonderes Probelm sind hier sicher die Handschuhe. Mit dicken warem kann man kaum noch fotografieren und so schöne dünne brigen bei Wind und diesen Temperaturen eher wenig. Hab mich für die Dicken entschieden. Auslöser drücken geht und einige Einstellung mit etwas zirkeln auch. (Ist man ja gewohnt, sollte man gelegentlich sein Smartphone als Fernsteuerung für den PC benutzen 😉 ). Und ansonsten werden die Handschuhe immer wieder an und ausgezogen.

Ich habe mich im vorhinein für zwei Standorte entschieden, die ich mit mit der genialen LightTrack-App herausgesucht habe. Diese App erlaubt das genaue Anzeigen der Sonnen- und Mondstände zu jeder beliebeigen Zeit an jedem beliebeigen Ort.

Nach einem Abstecher zum ehemaligen England-Fährterminal habe ich dann auf dem Fähranleger Fischmark vom Einsetzen des ersten Morgengrauens bis zum Sonnenaufgang gestanden. Um die sich ständig und schnell ändernden Lichtstimmungen einfangen zu können habe ich den Fotorucksack offen bei mir gehabt und die Ojektive ohne Deckel griffbereit abgelegt. Ein wechsel dauert dann keine 10 Sekunden. Dieses Vorgehen ist praktisch, hatte jedoch einen dicken Nachteil. Als ich fertig mit allem war habe ich festgestellt, daß der geamte Rucksack nun von innen mit Rauhreif etc. vereist war. Ich habe mich entschieden trotzdem alle Teile darin zu verstauen und hab den Rucksack am Ende langsam geschlossen zuhause auftauen lassen. Dabei sollte er nicht geöffnet werden, um möglichst wenig frische feuchte Luft herinzulassen, die sofort auf allen kalten Gegenständen kondensieren würde. (das hasst insbesondere die Elektronik. Daher auch das Handy immer am Körper tragen, sonst gilt das bei Reklamation schnell als Wasserschaden …)

Die Kamera selber, in diesem Falle die Nikon D700, hat relativ problemlos durchgehalten. Einzige zwei Punkte: durch das viele Bildkomponieren durch den Sucher und das daurch bedingte „anatmen“ der eiskalten Kamera hat sich auf dieser ein dünne Reis und Eisschicht gebildet. Hat aber zu keiner beeinträchtigung geführt. (Taster etc. sind bei dieser Kamera gegen Staub- und Spritzwasser geschützt.) Einzig gegen Ende des Shootings kam es zu gelegentlichen Fehlermeldungen der Kamera, wenn ich viele Bilder schnell hintereinander gemacht habe. Keine Ahnung warum.

Die Stimmung an diesem Morgen war sehr schön.

Es sind ca. 480 Aufnahmen entstanden, von denen ich für mich ca. 50 als gut gekennzeichnet habe. Einige hiervon möchte ich Euch zeigen.

Weitwinklige Aufnahmen, die sehr schön die Stimmung im Gesamtkontext zeigen.

Durch den Eisgang und den Nebel über dem Wasser biete es sich an mit viel Brennweite sehr Dichte Aufnahmen zu machen. Diese zeigen sehr schön den eisigen Karakter des Morgens.

Aber auch im mittleren, normalen Brennweitenbereich haben sich einige schöne Szenen und Details ergeben. (Für die Hamburger insbesondere die Elbphilharmonie „am Haken“).

Es geht los …