Von den Vor- und Nachteilen der Fotografie bei Kälte- Hafen Hamburg

Mit der Motivation der Hoffnung auf eine gute Fotostimmung habe ich mich am Sonntag morgen um halb sechs bei -13°C auf den Weg an die Elbe gamacht. Da ich nicht wusste, was mich so genau erwartet habe ich den grossen Fotorucksack mit Brennweiten für alle Fälle eingapackt + Stativ, da es ja noch dunkel war.

Ich selber habe mich in dicke Klamotten gehüllt, um die langen Standzeiten zu ertragen. Besonderes Probelm sind hier sicher die Handschuhe. Mit dicken warem kann man kaum noch fotografieren und so schöne dünne brigen bei Wind und diesen Temperaturen eher wenig. Hab mich für die Dicken entschieden. Auslöser drücken geht und einige Einstellung mit etwas zirkeln auch. (Ist man ja gewohnt, sollte man gelegentlich sein Smartphone als Fernsteuerung für den PC benutzen 😉 ). Und ansonsten werden die Handschuhe immer wieder an und ausgezogen.

Ich habe mich im vorhinein für zwei Standorte entschieden, die ich mit mit der genialen LightTrack-App herausgesucht habe. Diese App erlaubt das genaue Anzeigen der Sonnen- und Mondstände zu jeder beliebeigen Zeit an jedem beliebeigen Ort.

Nach einem Abstecher zum ehemaligen England-Fährterminal habe ich dann auf dem Fähranleger Fischmark vom Einsetzen des ersten Morgengrauens bis zum Sonnenaufgang gestanden. Um die sich ständig und schnell ändernden Lichtstimmungen einfangen zu können habe ich den Fotorucksack offen bei mir gehabt und die Ojektive ohne Deckel griffbereit abgelegt. Ein wechsel dauert dann keine 10 Sekunden. Dieses Vorgehen ist praktisch, hatte jedoch einen dicken Nachteil. Als ich fertig mit allem war habe ich festgestellt, daß der geamte Rucksack nun von innen mit Rauhreif etc. vereist war. Ich habe mich entschieden trotzdem alle Teile darin zu verstauen und hab den Rucksack am Ende langsam geschlossen zuhause auftauen lassen. Dabei sollte er nicht geöffnet werden, um möglichst wenig frische feuchte Luft herinzulassen, die sofort auf allen kalten Gegenständen kondensieren würde. (das hasst insbesondere die Elektronik. Daher auch das Handy immer am Körper tragen, sonst gilt das bei Reklamation schnell als Wasserschaden …)

Die Kamera selber, in diesem Falle die Nikon D700, hat relativ problemlos durchgehalten. Einzige zwei Punkte: durch das viele Bildkomponieren durch den Sucher und das daurch bedingte „anatmen“ der eiskalten Kamera hat sich auf dieser ein dünne Reis und Eisschicht gebildet. Hat aber zu keiner beeinträchtigung geführt. (Taster etc. sind bei dieser Kamera gegen Staub- und Spritzwasser geschützt.) Einzig gegen Ende des Shootings kam es zu gelegentlichen Fehlermeldungen der Kamera, wenn ich viele Bilder schnell hintereinander gemacht habe. Keine Ahnung warum.

Die Stimmung an diesem Morgen war sehr schön.

Es sind ca. 480 Aufnahmen entstanden, von denen ich für mich ca. 50 als gut gekennzeichnet habe. Einige hiervon möchte ich Euch zeigen.

Weitwinklige Aufnahmen, die sehr schön die Stimmung im Gesamtkontext zeigen.

Durch den Eisgang und den Nebel über dem Wasser biete es sich an mit viel Brennweite sehr Dichte Aufnahmen zu machen. Diese zeigen sehr schön den eisigen Karakter des Morgens.

Aber auch im mittleren, normalen Brennweitenbereich haben sich einige schöne Szenen und Details ergeben. (Für die Hamburger insbesondere die Elbphilharmonie „am Haken“).

Es geht los …